Willkommen in der Zukunft
Das Design des neuen Hyundai Ioniq 6 ist futuristisch und gleichzeitig aerodynamisch, was die Reichweite erhöht.
© Thom Trauner
Daten & Fakten:
Hyundai Ioniq 6 Top Line Long Range
77,4 kWh Batterie, 228 PS/168 kW,
Stromverbrauch: 14,3 kWh/100 km,
Reichweite: bis zu 614 km;
Preis Testmodell: 68.200 Euro
(ab 64.090 Euro)
Selten bin ich so entspannt in einem Elektroauto gefahren wie im brandneuen Hyundai Ioniq 6. Was damit zu tun hat, dass man sich darin wie in einen Kokon gehüllt fühlt. Im Cockpit ist alles darauf ausgelegt, als komfortabler Rückzugsort zu dienen. Weit weg von der Welt und dem ganzen Lärm ringsherum. Zu meinem persönlichen Entspannungsgefühl trägt wesentlich bei, dass die Reichweite endlich mal hält, was der Hersteller verspricht. Zwar sind die gut 600 Kilometer, die Hyundai offiziell angibt, vermutlich nur unter Laborbedingungen zu erreichen. Doch im Alltag sind rund 500 Kilometer auch recht ordentlich. Dass man so weit kommt, hat auch mit dem modernen und etwas futuristischen Design – Hyundai nennt es aerodynamisch und tropfenförmig – des Ioniq 6 zu tun. Definitiv weniger Luftwiderstand als bei einem SUV, wenngleich bei der Optik die Meinungen weit auseinandergehen. Mir gefällt er, das Heck erinnert mich ein bissl an Porsche.

Was der Reichweite ebenfalls zuträglich ist: Man kann die Rekuperation, also wie viel Energie beim Bremsen rückgewonnen wird, individuell einstellen. Bei der stärksten Variante gibt‘s „One-Pedal-Drive“, also Fahren mit nur einem Pedal. Dabei lässt sich die Geschwindigkeit ausschließlich über das Gaspedal regeln.
Auch beim Laden spielt der neue Ioniq 6 seine Stärken aus: Mithilfe der hochmodernen 800-Volt-Ladetechnologie kann die Batterie in nur 18 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufgeladen werden. Und wer nur ganz kurz Zeit hat, kann mit einer Ladezeit von weniger als fünf Minuten bis zu 100 Kilometer weit fahren. Das ist genial und macht ihn – im Gegensatz zu vielen anderen Elektroautos – absolut alltagstauglich.



Besonders gewöhnungsbedürftig: die digitalen Außenspiegel, wie man sie schon von neuen Lkws kennt. Dabei werden die Spiegel durch Kameras ersetzt und das dazugehörige Bild gibt es im Inneren des Wagens. Bringt mir keinen Mehrwert, im Gegenteil: Ich schaue sogar am Ende der zweiwöchigen Testzeit noch auf die Kameras statt auf die Bildschirme. Ich würde den Aufpreis von 2.000 Euro lieber anderweitig in den Wagen investieren.

Der Frauen-Check:
Flirtfaktor:
Hervorragend! Der Wagen ist ganz neu und deshalb noch kaum auf unseren Straßen zu sehen. Neugierige bis anerkennende Blicke sind einem sicher!
Familienfreundlichkeit:
Der Ioniq 6 ist klarerweise keine Familienkutsche, bietet aber viel Komfort und auch Platz – vorne wie hinten. Sollten die lieben Kleinen hinten eingeschlafen sein, gibt’s den Ruhemodus. Dann werden Radio und Medien nur vorne abgespielt und die Lautstärke ist auf 25 begrenzt.
Shoppingtauglichkeit:
Er ist auch keine Transportkutsche, doch der Kofferraum hat mit gut 400 Litern Volumen eine ordentliche Größe für eine Limousine mit Stufenheck.
Dieser Song läuft bei uns
im Hyundai Ioniq 6:
„Dreams“ von The Cranberries, weil dieser Klassiker einfach perfekt zum Wagen passt!
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