Benita Ferrero-Waldner: Was ich meinem jüngeren Ich rate würde
Prominente Österreicher:innen verraten uns zehn Dinge, die sie das Leben bisher gelehrt hat.
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Benita Ferrero-Waldner ( Jahrgang 1948) zählt zu den bedeutendsten österreichischen Politikerinnen und Diplomatinnen. Die gebürtige Salzburgerin war von 1995 bis 2000 Staatssekretärin im Außenministerium, von 2000 bis 2004 die erste Außenministerin Österreichs unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und anschließend von 2004 bis 2010 EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und Europäische Nachbarschaftspolitik. In allen drei Funktionen war sie die erste Frau in diesem Amt. Mit ihrer Arbeit prägte sie die österreichische und europäische Außenpolitik über viele Jahre maßgeblich.
- Mein jüngeres Ich hätte weniger sensibel sein und eine dickere Haut gegenüber Kritik entwickeln sollen. Denn in der Politik ist man gegen Kritik nie gefeit.
- Ich hätte nicht so gutgläubig sein sollen, denn nicht alle Menschen meinen es gut mit einem.
- Ich hätte gerne Klavier spielen gelernt. Da wir jedoch zu Hause kein Klavier hatten, meinte mein Vater, ich könne nicht üben, weshalb ich diesen Traum aufgeben musste.
- Ich hätte mehr Sport treiben sollen. Zwar habe ich einige Jahre Yoga gemacht, dies jedoch aus Zeitmangel wieder aufgegeben. Auch Reiten wollte ich beginnen, aber mangels Gelegenheit ergab sich das nie.
- Ich liebe Archäologie sowie Malerei und Skulpturen. Daher hätte mein jüngeres Ich gerne mehr Zeit in Museen und Galerien verbracht. Es war mir jedoch nur sehr eingeschränkt möglich.
- Mein jüngeres Ich hätte gerne ein Erasmus-Semester, zum Beispiel in Italien, Spanien oder Frankreich, gemacht. Aber in meiner Studienzeit gab es diese Möglichkeit noch nicht.
- Auch ein Rhetorik-Kurs wäre hilfreich gewesen. Ich halte dies neben politischer Bildung in den Oberstufen für wichtig.
- Ich hätte gerne neben Latein, das ich liebte und das die Basis für meine Kenntnisse in Französisch, Italienisch und Spanisch bildet, auch Griechisch gelernt. Vielleicht lerne ich wenigstens jetzt noch das griechische Alphabet.
- Ich hätte mir gerne ein bis zwei Kinder gewünscht. Es kam nicht dazu. Aber ich habe zwei liebe Stiefkinder, einen Sohn und eine Tochter, sowie vier Enkelkinder, was mich sehr freut.
- Trotzdem bin ich mit meinem Leben zufrieden, aber Wünsche darf man ja haben.
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