Genussland Oberösterreich: Zu Besuch beim Partnerbetrieb Biohof Harrer in Meggenhofen

Vom Feld bis in den Kochtopf

Über 100 Nudelspezialitäten werden am Biohof Harrer in Meggenhofen von Hand erzeugt und mit Liebe verpackt.

3 Min.

Der Biohof Harrer liegt idyllisch eingebettet in Meggenhofen. © Theresa Harrer, Privat

Erika und Magdalena Harrer erzählen von den Anfängen bis zur Eröffnung des Genusshofladens sowie von wertvollen Partnerschaften.

Interview mit Erika und Magdalena Harrer

Wer hatte die Idee zur Nudelmanufaktur?
Erika: Die Idee entstand eigentlich aus einer Notlage heraus. Ich hatte damals Legehennen, aber kleinere Eier wurden von den Händlern nicht angenommen. Um die Eier sinnvoll zu verwerten, begann ich vor über 25 Jahren mit einer kleinen Tischmaschine, Nudeln zu erzeugen. Daraus entwickelte sich nach und nach unsere Nudelmanufaktur, in der die ganze Familie mithilft, mit inzwischen über 100 verschiedenen Nudelsorten.

Welche Produkte erzeugen Sie neben Nudeln und Eiern?
Erika: Unsere Produktpalette ist wirklich vielfältig. Neben Nudeln und Eiern erzeugen wir Pestos, Honigmüsli und Nudelgeschenkkörbe. Wir experimentieren gerne mit verschiedenen Teigen, etwa aus Dinkel oder Urkorn, und verfeinern sie mit Gemüsepulver. Seit letztem Jahr haben wir Reisnudeln wieder im Programm – inspiriert durch manche Foodblogger und aufgrund der Kundennachfrage. Außerdem führen wir in unserem Genusshofladen auch Milchprodukte von Bauern aus der Umgebung sowie regionales Gemüse.

Am Biohof Harrer schließt sich der Kreis von der Ernte am Feld und der Versorgung der Legehennen über die Wertschöpfung bis hin zum Verkauf direkt ab Hof. Wie erfahren Sie Wertschätzung für Ihre Arbeit?
Erika: Wenn unsere Kunden die Qualität und den Geschmack unserer Produkte schätzen und erkennen, dass es keine Industrieware ist, macht uns das sehr stolz. Viele sind begeistert, vor allem, wenn sie die Geschichten hinter den Produkten hören. Der persönliche Kontakt macht viel aus. Uns ist die Wertschätzung von Mensch, Tier und Natur enorm wichtig, und das möchten wir auch unseren Kunden vermitteln.

Was war ausschlaggebend für Ihre Partnerschaft mit dem „Genussland Oberösterreich“?
Erika: Die gegenseitige Unterstützung, die gemeinsamen Vertriebswege und die Möglichkeit, unsere Produkte auf Messen zu präsentieren, haben uns von Anfang an sehr geholfen. Als Direktvermarkter könnten wir das alles alleine gar nicht stemmen.

Wo und wie sind die Nudeln und anderen Erzeugnisse erhältlich?
Magdalena: Unser „Schmeggs Genusshofladen“ in Meggenhofen, den es seit zwei Jahren gibt, ist von Montag bis Samstag von 7 bis 19 Uhr in Selbstbedienung geöffnet. Der Laden an der Außenseite des Vierkanthofes ist von der Straße aus direkt zugänglich. Am Freitagnachmittag und Samstagvormittag sind wir selbst vor Ort und kommen gerne mit unseren Kunden ins Gespräch. Außerdem beliefern wir ausgewählte Geschäfte, Hofläden und Märkte in Oberösterreich.

Wer wird den Betrieb in die Zukunft führen?
Magdalena: Ich bin mit Leidenschaft dabei und möchte den Betrieb genauso erfolgreich weiterführen, wie er jetzt läuft. Es ist ein Herzensprojekt, das ich mit Freude in die Zukunft führen möchte.

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