© Sarah Katharina Photography
“Ich halte das nicht mehr aus.“ Wie oft habe ich mir das schon gedacht? Zwischen Redaktionsschluss, Abendterminen, WhatsApp-Gruppen und dem Joggen. Erst kürzlich rutschte mir dieser Satz wieder über die Lippen – bei einem Erlebnis mit meinen zwei erwachsenen Söhnen. Am Muttertag waren beide zu Hause.
Große Freude! Aber: Sie sind gemeinsam von Wien, wo sie leben, zu uns nach Enns gefahren – in
einem Auto! Mein erster Gedanke? „Ich halte das nicht aus!“ Ihre Lösung: „Mama, wir fahren das nächste Mal getrennt – so wie Staatschefs.“ Und siehe da – dieser Vorschlag hat sogar einen Namen: Separation of Key Personnel. Die Idee dahinter? Wenn etwas passiert, fällt nicht die gesamte Führung gleichzeitig aus. Gilt für Unternehmen, Armeen – und offenbar auch für Mütter.”Ich halte das nicht mehr aus.“ Wie oft habe ich mir das schon gedacht? Zwischen Redaktionsschluss, Abendterminen, WhatsApp-Gruppen und dem Joggen. Erst kürzlich rutschte mir dieser Satz wieder über die Lippen – bei einem Erlebnis mit meinen zwei erwachsenen Söhnen. Am Muttertag waren beide zu Hause.
Große Freude! Aber: Sie sind gemeinsam von Wien, wo sie leben, zu uns nach Enns gefahren – in
einem Auto! Mein erster Gedanke? „Ich halte das nicht aus!“ Ihre Lösung: „Mama, wir fahren das nächste Mal getrennt – so wie Staatschefs.“ Und siehe da – dieser Vorschlag hat sogar einen Namen: Separation of Key Personnel. Die Idee dahinter? Wenn etwas passiert, fällt nicht die gesamte Führung gleichzeitig aus. Gilt für Unternehmen, Armeen – und offenbar auch für Mütter.
„Wenn etwas passiert, fällt nicht die ganze Führung gleichzeitig aus. Gilt für Unternehmen, Armeen und offenbar auch für Mütter.“
Ulli Wright
Dann lese ich in dieser Ausgabe das Interview auf Seite 26 mit Pamela Rath. In ihrem Buch „Die Kunst des Aushaltens“ erkenne ich mich – aber sowas von – wieder. Ein Plädoyer für uns alle, die wir uns tagtäglich durchwursteln und trotzdem weitermachen. „Aushalten ist keine Schwäche, sondern eine Stärke“, sagt die Linzer Autorin. Aushalten heißt: Unruhe, Komplexität und Krisen mit Haltung begegnen – und dabei den Humor nicht verlieren. Wenn ich daran denke, was ich schon alles ausgehalten habe, dann sage ich mir: Nicht aufgeben, sondern durchatmen. Nicht alles sofort lösen müssen – sondern das Chaos ein bisschen liebevoll umarmen.
Und genau das tun wir, Tag für Tag, als Frauen, Mütter, Töchter, Freundinnen, Kolleginnen.
Herzlichst, Ihre Ulli Wright
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