Fasten im Redaktionstest: Habermus statt Paprikahendl
Selbstversuch von Chefredakteurin Ulli Wright
© Canva
Nach den üppigen Feiertagen suchte ich nach einer Möglichkeit, Körper und Geist zu entlasten, ohne dabei in aufwendige Vorbereitungen zu verfallen. Meine Wahl fiel auf die Hildegard von Bingen-Fastenkur, da sie minimalen Aufwand versprach. Das Wichtigste: ich musste nicht stundenlang in der Küche stehen, denn alles, was man für die Kur braucht, kommt in einer Box (UVP € 46,60) daher. Drin sind: Fastensuppe, Fastentee, Dinkel-Gewürzkekse, Dinkel-Habermus und Salbei-Tabs – alles bio. Perfekt durchdacht und absolut machbar, selbst für jemanden wie mich, die schon beim Anblick von Detox-Smoothies die Augen verdreht. Statt eine Woche habe ich die Kur allerdings auf vier Tage verkürzt und meinen Mann gleich mit ins Boot geholt.

Schritt für Schritt durch die Kur.
Am 2. Jänner war es so weit. Nach einem Tag Vorbereitung mit bis zu zwei Litern Fencheltee (ja, nur Tee!) starteten wir richtig durch. Die der Box beiliegende Anleitung führte uns Schritt für Schritt durch die Kur und unsere Mahlzeiten der nächsten Tage.
Morgens gab es Dinkel-Habermus. Klingt langweilig? Ist es nicht! Den warmen Brei aus Urdinkelschrot habe ich mit Bananen und Beeren verfeinert. Er ist nicht nur sättigend, sondern schmeckt gut und sorgt laut Hildegard von Bingen auch für „gutes Blut“.
Belohnungs-Kekse.
Mittags und abends stand Fastensuppe auf dem Speiseplan. Sie ist denkbar einfach zuzubereiten – 1 bis 2 Teelöffel Suppenpulver in 250 ml warmes Wasser geben, kurz köcheln lassen, fertig. Geschmacklich überzeugend, besonders weil danach als Belohnung zwei Gewürzkekse winken. Zwischendurch soll man nach jeder Mahlzeit, also dreimal täglich, drei Salbei-Tabs verzehren. Diese waren ehrlicherweise nicht mein Highlight. Aber wer entschlacken will, muss wohl auch mal ein bisschen leiden.
Wenn der Magen knurrt und die Kinder Paprikahendl wollen.
Eine echte Herausforderung war der dritte Tag, besonders als ich für meine Söhne und ihre Freundinnen Paprikahendl kochte – die Verlockung war groß, aber ich blieb standhaft – schließlich wollte ich das Experiment durchziehen.
Die Hildegard von Bingen-Fastenkur ist aber nicht nur für den Stoffwechsel und Organismus entlastend, sie eignet sich auch hervorragend zur seelischen Entlastung. Laut Anweisung legte ich so gut es ging das Handy weg, ging viel an der frischen Luft spazieren und lenkte mich bei Hungergefühlen mit einem spannenden Buch ab. Kein Stress, keine Termine, einfach mal Luft holen.


Mein Fazit:
Nach vier Tagen war ich um zwei Kilo leichter und fühlte mich als hätte jemand meinen Reset-Knopf gedrückt. Das Fasten nach Hildegard von Bingen kann ganz easy in den Alltag integiert werden, daher werde ich künftig regelmäßig einen Entlastungstag einbauen. Die Kur ist ideal für alle, die einen sanften und unkomplizierten Einstieg ins Fasten suchen.
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