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Einsteigen, ankommen, wohlfühlen: Der Kia EV5 im Test

Viel Platz, bequeme Sitze und praktische Details: Der neue Kia EV5 möchte vor allem unseren Alltag erleichtern. Wir haben getestet, wie gut das gelingt.

4 Min.

© Ana Mrvelj

Manchmal braucht es gar nicht mehr PS, sondern einfach mehr Platz. Einen bequemen Sitz nach einem langen Tag in der Redaktion, einen Kofferraum, der auch spontane Einkäufe verkraftet, und ein Cockpit, das kein langes Einlesen in die Bedienungsanleitung erfordert. Genau hier setzt der Kia EV5 an: Er möchte Elektromobilität komfortabel und unkompliziert machen.

Mit seiner markanten Optik – angelehnt an EV3 und EV9 – und 4,6 Metern Länge wirkt der EV5 wesentlich größer, als man es von einem Kompakt-SUV erwarten würde. Auch der Innenraum ist großzügig dimensioniert, selbst hinten freuen sich die Passagiere über ausreichend Platz, Kniefreiheit und verstellbare Lehnen.

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Mit Ecken und Kanten: Das markante Design ist an die beiden Erfolgsmodelle EV3 und EV9 angelehnt. © Ana Mrvelj

Intuitive Bedienung

Im Cockpit finden wir uns rasch zurecht. Die Bedienung ist intuitiv, das Multimediasystem unkompliziert und die Sprachsteuerung funktioniert gut. Dass der Koreaner neben dem Touchscreen noch ausreichend echte Tasten bietet, ist für uns ein erfreulicher Pluspunkt.

Üppige Ausstattung

Unser Testwagen ist mit der GT-Line ausgestattet. Das bedeutet: Es gibt alles, was man sich als Fahrerin wünscht und noch mehr – vom Head-up-Display über Ambiente-Beleuchtung bis hin zur Fahrerauthentifizierung mittels Fingerabdruckscanner. Besonders angetan haben es uns die Premium-Relaxation-Sitze vorne. Auf Knopfdruck wechseln sie in eine entspannte Liegeposition. Der Fahrersitz ist sogar mit Massagefunktion ausgestattet – perfekt für Ladepausen.

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Das Cockpit ist so konzipiert, dass man sich rasch und intuitiv zurechtfindet. © Ana Mrvelj

Fürs Laden muss man übrigens rund 30 Minuten einplanen. Dann ist die Batterie von zehn auf 80 Prozent geladen. Dieser Wert ist ordentlich, wenn auch nicht außergewöhnlich schnell. Wobei wir auch schon bei der Reichweite wären: Laut Hersteller sind gut 500 Kilometer nach WLTP drinnen. Das klingt auf dem Papier zwar gut, ist sich bei unserem Test allerdings nicht ausgegangen. Vielmehr sind wir auf einen Wert zwischen 350 und 400 Kilometern gekommen. Besonders auf der Autobahn konnten wir zuschauen, wie die Reichweite dahingeschmolzen ist.

Sicher durch den Alltag

Was uns beeindruckt hat, sind die Assistenz- und Sicherheitssysteme, die beim EV5 GT-Line serienmäßig mit an Bord sind – vor allem der Totwinkelassistent mit Monitoranzeige. Sobald man blinkt, wird dabei eine Kamera in den Seitenspiegeln aktiv. Das Live-Videobild wird sofort im digitalen Tachodisplay eingeblendet und hilft dabei, Radfahrer, Fußgänger und Autos zu sehen, die sich im “toten” Winkel befinden.

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Das optionale Panorama-Glasdach sorgt für viel Licht und ein luftiges Raumgefühl. © Ana Mrvelj

Gelassen statt rasant

Das Fahren im EV5 hat wirklich Spaß gemacht. Die Übersicht ist gut und die Lenkung angenehm leichtgängig. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, die 216 PS reichen für unseren Alltag locker aus. Der EV5 beschleunigt ordentlich, ohne daraus eine große Show zu machen. Seine Stärke liegt definitiv im entspannten Vorankommen. Und für alle, die es gern ein bissl sportlicher mögen, kommt noch diesen Herbst der GT mit Allrad und mehr als 300 PS auf den Markt.

Daten & Fakten:

KIA EV5 GT-Line, 160 kW/216 PS, Batteriekapazität: 81,4 kW, Reichweite (WLTP): bis zu 530 km, Preis: ab 54.590 Euro.

Der Frauen-Check:

Flirtfaktor: Flirten wird zur Nebensache, wenn man einen so (zuver-)lässigen Begleiter wie den EV5 an seiner Seite hat.

Familienfreundlichkeit: Top! Hinten gibt es ausreichend Platz für große und kleine Passagiere.

Shoppingtauglichkeit: Kein Problem, wenn der Einkauf einmal größer ausfällt! Der Kofferraum bietet ausreichend Platz. Besonders praktisch ist die ebene Ladefläche von bis zu zwei Metern Länge, wenn die Rücksitze umgelegt werden.

Das hören wir im Kia EV5: “Go Your Own Way” von Fleetwood Mac – alt, aber so gut!

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Die Heckansicht des vollelektrischen EV5. © Ana Mrvelj

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