Nicole Madlmayr und Ana Mrvelj mit dem smart #3 BRABUS

Zwischen Alltag und Adrenalinkick mit dem smart #3 BRABUS

Der smart #3 BRABUS hat mit dem früheren Parkplatzwunder nicht mehr viel gemeinsam und überrascht genau damit.

4 Min.

© Ana Mrvelj

Die Zeiten, in denen man einen smart in die kleinste Parklücke quetschen konnte, sind längst vorbei. Die Marke hat sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt und ist sozusagen erwachsen geworden. Ein Beispiel dafür ist der smart #3 BRABUS, den wir vor kurzem testen durften.
Unter der Haube des SUV-Coupé arbeitet ein zweimotoriger Allradantrieb mit 428 PS. Was schon auf dem Papier beeindruckt, fühlt sich auf der Straße noch intensiver an. Im BRABUS-Modus beschleunigt er in nur 3,7 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer – und das mit einer Leichtigkeit, die man sonst nur von hochmotorisierten Sportwagen kennt. Unser Tipp: Beifahrer unbedingt vorwarnen, sonst gibt es womöglich Schnappatmung statt Begeisterung.
Natürlich waren wir nicht ständig im Sport- oder BRABUS-Modus unterwegs – allein schon wegen der Reichweite. Aber für den kurzen Adrenalinkick zwischendurch? Wir haben es gefeiert.

Reichweite und Optik

Offiziell gibt smart übrigens eine Reichweite von 415 Kilometern (WLTP) an. In unserem Test konnten wir diesen Wert – wenig überraschend – nicht erreichen. Wir schafften gut 300 Kilometer, was für ein Performance-Modell dieser Klasse aber absolut in Ordnung ist. Die Batteriekapazität liegt bei 66 kWh, und innerhalb von rund 30 Minuten lässt sich die Batterie von 10 auf 80 Prozent aufladen.

Optisch hat uns der smart #3 BRABUS besonders überzeugt. Er wirkt modern, lässig und gleichzeitig sehr hochwertig. Design-Highlights: schwarzer Kühlergrill, rahmenlose Scheiben und eingelassene Türgriffe, die beim Öffnen den smart-Schriftzug sichtbar machen. Dazu 20-Zöller, Details in leuchtendem Rot – von den Bremssätteln über die Ziernähte bis hin zu den Sicherheitsgurten und dem Spoiler – und überall kleine BRABUS-Logos, die einem zuflüstern: „Ja, du fährst etwas Besonderes.“
Am Heck erinnert das Design ein wenig an Modelle des großen Bruder Mercedes-Benz. smart ist auch die Lösung für den Kofferraum: Statt eines klassischen Knopfes wurde die Öffnungsfunktion in den Schriftzug integriert – ein Druck auf das „a“ genügt.

Der Innenraum: modern und durchdacht

Innen geht es genauso weiter: aufgeräumt, modern und überraschend praktisch. Die Mittelkonsole bietet gut durchdachten Stauraum und sogar ein eigenes Fach für die Ladekarte. Der zentrale Touchscreen steuert fast alles, und man findet sich erstaunlich schnell zurecht. Plus: das serienmäßige Head-up-Display und das riesige Panorama-Glasdach, das für ein helles, luftiges Raumgefühl sorgt, auch wenn es sich leider nicht öffnen lässt.

Unser Fazit: Den smart #3 BRABUS hatten wir gar nicht auf dem Radar und vielleicht hat er uns gerade deshalb so umgehauen. Ein Auto, das nicht nur Spaß macht, sondern auch im Alltag funktioniert. Oder anders gesagt: Eines, bei dem der Abschied nach der Testzeit wirklich ein bisschen weh tut!

Seitenansicht des smart #3 BRABUS
© Ana Mrvelj

Daten & Fakten:

smart #3 BRABUS, 315 kW/428 PS, Batteriekapazität: 66 kWh, Reichweite (WLTP): 415 km, Preis: ab 54.700 Euro.

Der Frauen-Check:

Flirtfaktor: Schwer zu sagen, wenn man die Welt meist im Rückspiegel wahrnimmt (-;

Familienfreundlichkeit: Ausreichend Platz, gut durchdachte Ablagemöglichkeiten und das Panorama-Glasdach sorgen für Entspannung im Familienalltag.

Shoppingtauglichkeit: Der Kofferraum ist absolut alltagstauglich. Praktisch ist vor allem der doppelte Ladeboden, unter dem sich beispielsweise Ladekabel verstauen lassen.

Das hören wir im smart #3 BRABUS: „Run the World (Girls)“ von Beyoncé – was sonst?

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