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Es ist das erste Mal, dass ich eine Detox-Kur ausprobieren möchte. Dabei geht es mir weniger ums Abnehmen, sondern vielmehr um die Neugier, den merkbaren Hype ums Fasten zu verstehen, und darum, mir persönlich mehr Energie und Ausgeglichenheit für den Alltag zu schenken. Weil das Wort Ayurveda in meinem Ohr so herrlich exotisch klingt, entscheide ich mich für die ayurvedische Kräuter-Entschlackung (€ 65) von „somamed“, einem Ayurveda-Institut in Geboltskirchen. Die achttägige Reinigungskur für Zuhause wurde von Dr. med. Wolfgang Schachinger entwickelt. Um die Entschlackung und die angestrebte Körperverjüngung zu starten, soll ich zuerst meinen Energietyp (Vata, Pitta oder Kapha) mittels Online-Fragebogen bestimmen. Sowohl Befindlichkeit als auch intime Details zum Stuhlgang werden abgefragt, wie Regelmäßigkeit und Konsistenz. Shit happens! Ja, genau darum geht es: unnötigen Zellmüll und Schlackenstoffe (im Ayurveda „Ama“ genannt) im Darm loszuwerden. Durch die Entschlackung soll das körpereigene Entgiftungssystem – auch als Autophagie bezeichnet – angeregt werden.

Genuss statt Verzicht.
Die Box wird per Post zugestellt. Ich inspiziere den Inhalt: mehrere Beutel mit Kräuterpresslingen, eine Bio-Teemischung aus Kreuzkümmel, Koriander, Fenchel und Süßholz. Und Rizinusöl – das kenne ich noch aus der Schwangerschaft zum Einleiten der Wehen. Basenpulver, Ghee und eine Basis ayurvedischer Gewürze zur Zubereitung frischer Mahlzeiten sollte man zuhause haben. Denn bei dieser Kur ist Geschmack garantiert. Von Kurkuma über Schwarzkümmel bis Ingwer: Das Besondere an Ayurveda ist, dass die Speisen gut gewürzt werden. Für mich als Genussmensch ein klarer Pluspunkt für diese Art der Reinigung.
Auf Koffein-Entzug?
Im Begleitheft sind hilfreiche Tipps und Rezepte angeführt. Ausreichend Schlaf: schaffe ich. Bildschirmzeit reduzieren: schaffe ich. Auf Rohkost und tierische Produkte verzichten: noch nie gemacht, aber schaffe ich. Kaffeekonsum minimieren und/oder auf eine koffeinfreie Alternative umsteigen. Puh, ich merke: Das ist meine persönliche Hürde. Zwar musste ich eineinhalb Tage Kopfschmerzen ertragen, aber ich habe es durchgezogen und schaffte es eine Woche ohne Koffein. Ich weiß nicht, ob ich es mir einbildete, aber ich bemerkte mehr Klarheit im Kopf. Sehr happy war ich mit den vorgeschlagenen Rezepten, denn sie bedeuten Genuss statt Verzicht: nussiger Porridge mit Rosinen oder Datteln zum Frühstück. Kürbis-Curry, Pitta-Dal und Lassi zu Mittag. Kokos-Linsen-Suppe zum Abendessen. Zu jeder Mahlzeit sind die Kräuterpresslinge einzunehmen. Wichtig ist es, über den Tag ausreichend heißes Wasser zu trinken.


Mit Thermoskanne ins Büro.
Ausprobiert habe ich auch das Thermoskannen-Rezept (siehe www.ayurvedashop.at/rezepte), das man super vorbereiten und in die Arbeit mitnehmen kann. Am achten Tag schlägt die Stunde der Wahrheit: die vollständige Darmentleerung. Diesen Tag sollte man sich freihalten, sich nicht weit weg vom WC bewegen und Spaziergänge an der frischen Luft einplanen.
Wer weiß, womöglich wird diese Ayurveda-Kur mein neues Ritual, um in mir das Feuer des Lebens neu zu entfachen?
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