Loslassen ist kein Trend, es ist Teil des Lebens!
Chefredakteurin Ulli Wright über das Loslassen.
© Sarah Katharina Photography
Kennen Sie das? Es gibt einen Moment – er kommt schleichend oder ganz plötzlich –, in dem man merkt: Jetzt ist es Zeit, etwas gehen zu lassen. Die große Liebe. Den Job. Die Jugendjahre. Die High Heels, die zu hoch geworden sind. Oder das Tempo, das einst Energie gab und jetzt nur noch den Atem raubt.
In dieser Ausgabe erzählen wir von Frauen, die den Mut haben, den Takt zu wechseln. Nicht, weil sie müssen, sondern weil sie wollen.
Ulli Wright
In dieser Ausgabe erzählen wir von Frauen, die den Mut haben, den Takt zu wechseln. Nicht, weil sie müssen, sondern weil sie wollen. So wie Gastwirtin Eva Wagner-Unter, die das SchlosscafeLinz über drei Jahrzehnte geprägt hat – und sich nun, langsam und auch ein wenig wehmütig, zurückzieht, um mehr Zeit für sich selbst zu haben. Oder Unternehmerin Gerti Schatzdorfer, die ihre Firma an ihre Tochter übergibt – und zeigt, dass Verantwortung abzugeben nicht schwächer, sondern stärker macht. Auch mit Mühlviertel.TV-Chefin Elisabeth Keplinger-Radler haben wir gesprochen. Die 43-Jährige bekommt im August ihr drittes Kind und wer sie kennt, weiß: Sie tritt beruflich zwar leiser, bleibt aber dennoch sichtbar.
All diese Frauen beweisen: Loslassen ist nicht das Gegenteil von Stärke, es ist ihre höchste Form. Es bedeutet: Ich weiß, wer ich bin – auch ohne Visitenkarte, ohne durchgetakteten Kalender. Es heißt: Ich darf müde sein, ich darf weich werden und ich darf laut NEIN sagen, damit Platz ist für ein neues JA.
Loslassen ist meiner Ansicht nach kein Trend, kein Coaching-Ziel. Es ist ein Teil des Lebens. Und manchmal fühlt es sich verdammt gut an, manchmal schmerzhaft und meistens beides gleichzeitig.
Also: Lassen Sie los, was Sie loslassen wollen, und behalten Sie den Rest mit Liebe und mit Haltung.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen entspannten Sommer!
Ihre Ulli Wright
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