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Die Redaktion hat wieder ihre persönlichen Buch-Tipps zusammengestellt. Ob fesselnder Roman, inspirierende Sachlektüre oder spannende Neuerscheinung – unsere Auswahl lädt dazu ein, es sich an den ersten kühleren Herbsttagen mit einem guten Buch gemütlich zu machen.
Gewöhnungsbedürftig von Daniela Wilmer
Katha ist 37, hat keinen Plan, aber viele Gedan ken. Um sich von ihren Unsicherheiten abzu lenken, setzt sie auf wechselnde Nagellackfar ben, Kohlenhydrate und lockeren Sex. Nach einer überraschenden Trennung und einem Treppensturz, bleibt ihr nichts anderes übrig, als kurzzeitig zurück zu ihrer Mutter zu ziehen. Und dann taucht auch noch Bruno auf, der Katha noch von früher kennt. Alte Konflikte brechen auf und Katha wird schließlich klar, dass man nicht vor sich selbst davon laufen kann.

Lange Alte Pfade von Alexa Hennig
Liliane erfährt, dass ihr 89-jähriger Vater bei einer Alleinreise in die schottischen High lands einen Herzinfarkt erlitten hat. Sie eilt zu ihm – doch er will unbedingt zu Fuß weiter bis zur Nordspitze Schottlands, wie einst als junger Mann. Liliane begleitet ihn. Auf dem gemeinsamen Weg öffnen sich beide erst mals füreinander: Er er zählt von seiner Kriegskindheit und dem frühen Tod ihrer Mutter. Liliane erkennt bald, wie sehr seine Härte ihr eigenes Leben geprägt hat.

Nachts nur das Rauschen von Luka Leben
Jule und Elias haben ein Kind, das sich anders entwickelt als die meisten. Während das Umfeld ausweicht oder wegschaut, wächst in Jule eine leise Gewissheit, für die lange die Worte fehlen. Selbst innerhalb der Familie wird es zunehmend schwierig, eine gemeinsame Sprache zu finden – mit dem Kind, das nicht sprechen lernt, aber auch zwischen Elias und Jule. Elias ist da und doch entzieht er sich, gestützt von Strukturen, die ihn entlasten und Jule überfordern.

Tipp der Redaktion:
Pina fällt aus von Vera Zischke
„Die Mutsch macht Urlaub“: Seit inzwischen 20 Jahren kümmert sich Pina allein um ihren Sohn Leo – bis sie mitten auf einer Straßenkreuzung zusam menbricht und im Krankenhaus landet. Ihre größte Sorge gilt sofort Leo: Wer kümmert sich um ihren 20-jährigen Sohn, wenn sie nicht da ist?
Leo lebt mit festen Abläufen, die für Außenstehende oft schwer nachzuvollziehen sind und die bis her vor allem nur Pina kennt. So beginnt sein Tag erst, wenn in seiner Lavalampe eine grüne Blase aufsteigt, und auch beim Treppen steigen folgt er seinem eigenen Rhythmus. Zum ersten Mal muss Leo nun ohne seine Mutter zurechtkommen.
Und plötzlich sind die Nachbar:innen gefragt: Zola, eine 16-jährige Schulabbrecherin, der zurückgezogene Wojtek und die Seniorin Inge. Eigentlich haben alle drei genug mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Doch nach und nach beginnen sie, sich um ihn zu kümmern – und merken dabei, dass auch sie selbst Leo brauchen.

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Tjara-Marie Boine ist Redakteurin für die Ressorts Business, Leben und Kultur. Ihr Herz schlägt für Katzen, Kaffee und Kuchen.